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Krieg den Keksen

14. Juli 2011

Das war so: Ich musste die ganze Zeit an sie denken, die schönen Kekse aus dem türkischen Supermarkt ums Eck. Rund, mit einer Musterung aus mal hellen, mal dunklen Dreiecken. Die dunklen waren natürlich die mit Kakao. Und diese Dinger zerfielen zu zuckrigem Staube, legte man sie auf die Zunge. Oh herrlich.

Zuhause angekommen nahm ich mir Zeit für den ersten Keks, oh halbgeschmolzene Cremefüllung, welch Überraschung. Ich wollte jetzt den vollen Geschmack und meine Backenzähne nahmen volle Fahrt im Kaubetrieb auf, sie zerrieben, ja zermalmten, den zuckrig-sandigen Teig bevor er sich dem Speichel ergeben konnte.

In einem Gewaltakt verleibte ich mir 200gr weitere Kekse ein, die blöden Dinger. Irgendwann musste die Packung doch mal leer sein, wunderte ich mich, damit ich diese eklige Süße nicht mehr ertragen muss. Schlucken war sekundär und in meinem Rachen sammelte sich der Kekssand. Ich mach dich platt, Keks. Wahrscheinlich noch nicht mal mit Liebe gebacken, nun mit Hass gegessen.  Plötzlich finde ich mich auf meinem Bett liegend, die Kekstüte am Mundansatz. Vernichtungswille. Und die restlichen Kekskrümel fallen mir übers Gesicht und in die Ohren, rieseln über mein Bett und ich schmeiß die Kekstüte von mir. Gewonnen.

Schreibt noch jemand gerade Klausuren?

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