Love, Peace and Metal

Menschen stehen im Dunkel beieinander und lassen rythmisch den Kopf auf und ab zucken, andere schütteln ihn heftig hin und her, als wollten sie eine Wimper aus dem Blickfeld vertreiben. Keiner bewegt den restlichen Körper. Verboten. Wo sind wir? Auf einem Metalkonzert!

Metaller haben auf mich immer eine Ausstrahlung wie der Dalai Lama auf den Rest der Welt. Am Anfang des Konzerts stehen sie wie friedliche kleine Gartenzwerge mit ihren Gartenzwergbärten und grinsen ein buddhistisches Lächeln, das einem sagt: Ja, unsere Musik handelt von Koala-Gangbangs, Tod und Muschis, aber wir selbst haben die innere Erleuchtung schon gefunden. Der große Bärtige mit der Buddha Statur im schwarzen Sweatshirt nickt mir freundlich, und wie es scheint zustimmend, zu.

Wofür brauche ich also ein Yogi-Lachseminar, wenn ich mir auch die Seele aus dem Leib brüllen kann. Und diese Haarpracht. Ich komme mir vor wie in einem L’oreal-Dauerwerbesendungs-Traum. So glücklich und stimmlos bin ich schon lange nicht mehr ins Bett gegangen.

 

 

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