How to become a freak ;)

Mein neuer Schlachtplan: Ich werde Flexiganer!

Fle|xi|ga|ner: Hauptsächlich Vegane Ernährung mit gelegentlichem Abdriften in den Käsegenuss.

In Karin Duve- Manier schreibe ich nun hier über meine absonderlichen Ernährungsgewohnheiten und liege damit voll im Trend.

Ob ich den Begriff gerade erfunden habe und ob mich die echten Hardcoreveganer sowie die militante Fleischfresserfront (siehe anti-vegan Forum ;)) dafür hassen werden ist mir erst mal egal. Ernährung ist ja in erster Linie Genuss und kein Krieg, auch wenn man (fast-) Veganer ist.

Mein sozialverträglicher Plan sieht vereinfacht so aus: Zuhause vegan, draußen egal!

Das bedeutet, dass ich mein Essen immer vegan zubereite. Wenn allerdings meine Mitbewohner oder die Familie für mich mit Käse usw. kochen, esse ich mit. Draußen versuche ich auch vegan zu essen, aber wenn es nunmal kein leckeres veganes Gericht gibt, esse ich eben ein vegetarisches. Meine Umwelt und mich mit Sätzen wie „Entschuldigen Sie, ist dieser Wein mit Tierknochen geklärt?“ zu belästigen ist mir leider zu anstrengend. Außerdem werde ich auch nicht meine vereinzelten Lederbekleidungsstücke wegschmeißen. Dem Tier bringt das wohl nichts mehr und wegschmeißen und in vegan neu kaufen finde ich nicht gerade ökonomisch/-logisch gut.

Für einige ist es vielleicht eine Neuigkeit zu hören, dass sich im Netz sogar Veganer und Vegetarier tiefe Grabenkämpfe liefern. Erstere werfen letzteren vor, dass sie vielleicht keine Tiere mehr essen, aber doch das Leid von Milchkühen und Legehennen ignorieren.  Und leider haben sie ja Recht damit, dass Milchkühe nicht wie Schlachtvieh in Ställen rumstehen  bis sie hoffentlich schnell sterben, sondern während der längeren Zeit, die sie in viel zu engen Ställen stehen auch noch unglaubliches mitmachen. Das Leben einer Milchkuh ist nicht erfreulich und eitrige Euter von den Milchpumpen, Hormonzugaben ins Futter und nach der Geburt weggenommene Kälbchen sind in Großbetrieben normal.  Legehennen bieten da kein schöneres Bild, vor allem die Grausamkeit gleich zu Beginn des Lebens eines Küken ist mir zuwider. Ich selbst wusste bis vor wenigen Monaten nicht, dass sogar beim Biobauern die männlichen Küken aussortiert werden. In konventionellen Betrieben bedeutet das Vergasung oder lebendig zerschreddert werden.

Und dann frage ich mich noch: Warum esse ich die Monatsblutung von einem anderen Tier und warum trinke ich die Muttermilch, die für das Kalb ist. Kann das eigentlich gesund sein? Über 75 % der Weltbevölkerung vertragen überhaupt keine Milch und größtenteils sind das die Völker, die gesünder leben.

Ernährung ist für mich seit jeher ein kompliziertes Thema und jetzt mache ich es mit Milch- und Ei-Reduktion noch schwieriger. Schwerer wird es dann nur noch durch die Leute, die schon meinen Vegetarismus als eine weitere eigenartige Essstörung ansehen. Aber vielleicht sollten mir die auch wirklich egal sein.

Und jetzt:

 

*Was ich hier bezüglich der Tierhaltung von Milchkühen und Legehennen schrieb, kann man überall nachlesen, sogar bei Wikipedia. Wer Spaß an sowas hat, kann sich auch die gelegentlich laufenden Dokumentationen im Fernsehen reinziehen, aber mir persönlich ist das zu krass.

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2 Gedanken zu “How to become a freak ;)

  1. also ich finds super wenn du das so machst, und manchmal gibts außer haus ja auch vegane alternativen ohne doof nachfragen zu müssen… zb bier statt wein ;-)

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