Tag 2: Gemüse gegen Depressionen

IMG_9890 Ich überlege gerade, ob ich jetzt manisch bin. Als Psychologiestudentin weiß ich, dass die Manie das pathologische Gegenteil von der Depression ist. Aber wahrscheinlich bin ich einfach nur gut drauf. HUCH?! Mitten in meinem normalen Wintertief???

Im Januar neige ich immer dazu mich ein bisschen mehr zurück zu ziehen als sonst. Der Dezember mit den ganzen schönen Festtagen und den Fressgelagen mit der Familie ist vorbei und plötzlich ist man wieder in seinem Alltag und das schlechte Wetter und die Dunkelheit und Kälte des Dezembers sind immer noch da. Sehnlich wünscht man sich einen Sonnenstrahl oder ein bisschen Grün beim Rausschauen aus dem Fenster. Grün ist eine Farbe, die sehr wichtig für die menschliche Psyche ist. Englische Forscher haben herausgefunden, dass hellgrün gestrichene Zimmerdecken in Krankenhäusern die Gesundung der Patienten befördern. Wir sind halt tief drinnen immer noch die Affen, die auf dem Baum hocken und im grünen Wald leben. Nur leben tun wir in großen Städten wie Berlin, das zwar eine der grünsten Hauptstädte Europas ist – aber nicht jeder ist andauernd im Tierpark spazieren. Wenn ich aus dem Fenster schaue, sieht das so aus wie auf dem obigen Bild zu sehen. Ich habe keine Lust aus dem Bett zu steigen, wenn es eh nicht richtig hell wird.

Seit den drei Tagen, die ich mich nun lecker bekoche, merke ich, wie es mir besser geht, wie ich anfange mich wieder ein bisschen auf den Tag zu freuen. Gute Laune Faktoren sind folgende:

  • Ich freue mich beim Aufstehen auf das Frühstück/ Mittagessen.
  • Ich muss für Besorgungen im Bioladen ein Stück laufen. Auch wenn die Lichtverhältnisse nicht die besten sind, so sind sie doch besser als in Räumen. Photosynthese wie eine Pflanze können wir damit noch nicht betreiben, schade -aber für ein bisschen Vitamin D, das wir zu 90% über die Sonne aufnehmen, reicht es.
  • Grüner Tee in diesen Mengen wirkt bei mir. Ich möchte sagen: Er ist das Speed des kleinen Mannes. Ich habe mir jetzt aber doch zum Einschlafen einen Schlaftee mit Baldrian, Hopfen und Melisse geholt, sonst steh ich nachts im Bett.
  • Und jetzt wieder zum Thema Grün: Ich stehe viel länger als sonst in Gemüseabteilungen rum. Wer hätte das gedacht, dass das Rumstehen dort gute Laune macht. Unsere Fensterbank kriegt gerade ein Upgrade zur Kräuterbank mit. Kresse habe ich auch schon gepflanzt.
  • Im Winter wollen wir Kohlenhydrate essen, uns ist schließlich kalt. Aber die Dinger machen im Übermaß müde – und müde sind wir ja eh schon von der ganzen Dunkelheit. Die wenigen Kohlenhydrate in den Rezepten sind genau das richtige und deftig sind die Gerichte schließlich trotzdem. Gewürze (vor allem scharfe, wie Chilli & Ingwer) und Tee machen warm. Und Bewegung und Muskeln sowieso.
  • Attila sieht auf den Bildern voll lecker motivierend aus.

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  • Mir macht es sehr viel Spaß neues zu lernen und dabei etwas herzustellen. Beim Gemüse schnibbeln komme ich in einen Flowzustand, der es mir ermöglicht ganz meditativ mal meine Gedanken laufen zu lassen.
  • Auch neue Dinge zu sehen bringt Freude. Heute hatte ich noch in Vegan for fit gelesen, dass Attila gerne Grafitti-Auberginen kauft und auf einmal sehe ich die lustigen Dinger im Biomarkt. Die Teile habe ich nie vorher wahrgenommen. Schon seltsam. Der Bauer isst nicht nur, was er kennt, er sieht auch nur selektiv.
  • Und weil das alles so viel Spaß macht und so lecker ist bin ich auch nicht mehr so frustriert und muss nicht ständig Frustfressen veranstalten, was mich schon wieder glücklicher macht. Ein Engelskreis.

Wie frisch vom Gemüse-Designer

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  • Ansonsten gehört natürlich auch Sport zu der Challenge. Jeder weiß, dass Sport happy macht, dass Musik hören und Schwitzen irgendwie doch auch Spaß macht. Aber trotzdem gibt es Wochen, in denen ich gar nicht oder nur ein Mal ins Fitnessstudio gehe, in dem ich seit Juni 2012 angemeldet bin. Die Rückenschmerzen werden schlimmer und ich gehe trotzdem nicht. Von der Challenge erhoffe ich mir also auch Motivation dafür. Noch bin ich voller Hoffung, schließlich war ich gestern erst.

Das Design-Gemüse wollte ich noch verschonen, deswegen gab es heute Mittag eine normale Aubergine. Aubergineschiffchen Mexican mit Thymian-Mandel Creme.

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Das Abendessen folgt noch. Es gibt Walnuss- Irgendwas-Salat. Kann ich mir nicht merken, zu viele Bindestriche.  Also bis später!

So jetzt: De-Luxe-Walnut-Energizer mit I-Love-Salad-Dressing ♥

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So grün, so lecker. Das war zwar jetzt der aufwendigste Salat den ich je gemacht habe, mehr so wie mehrere Salate zusammengekippt, und ich muss sagen, dass es dieses mal auch echt länger gedauert hat, trotz Hilfe. Walnüsse rösten, Mais in Walnussöl und Currypulver schwenken, sowie Tofu cross anbraten macht Arbeit, lohnt sich aber. 

Vor allem: Ich bin pappsatt! Das war eine riesige Schüssel!

Besonders das Dressing fand ich interessant. Essig und Öl sind dagegen komplett Steinzeit. Hier das Dressing bevor es püriert wurde:

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Cashewmus, getrocknete eingelegte Tomaten, Olivenöl, Limettensaft, Meersalz, schwarzer Pfeffer. 

Gute Nacht! :)

01 Januar

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