Tag 30 – Finale, Hosianna!

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Moussaka Reloaded

Heute war der letzte Tag; vom Papst und von meiner Challenge! Und das Beste: Ich mach weiter. Auf meinem Einkaufszettel steht jetzt Tag 30+1 und 30+2. Ich werde allerdings nur noch wenn ich Lust habe und als fester Termin Mittwochs food-bloggen und somit am Vegan Wednesday teilnehmen.

Um die Challenge feierlich zu beenden, habe ich das  Moussaka Reloaded mit Tofuhack und Cashew-Petersilien-Creme ausgewählt. Vor allem mit der Creme fand ich das Gericht sehr lecker. Ich hab nur immer das Problem, dass das Essen schon am erkalten ist, wenn ich meine Türmchen oder Lasagne-Lagen fertig gebastelt habe.

Mittags gab es das Fast-life-Sandwich. Ich hab dafür den Räuchertofu von Kaufland genommen und war ganz überrascht, dass ich jetzt endlich mal einen Räuchertofu gefunden habe, der auch roh gut schmeckt und nicht zu teuer ist. Ein Hoch auf Kaufland.

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Dann habe ich mir heute wieder irgendwelche Tropenkrankheiten spritzen lassen und war nach der Impfung noch schnell im Alnatura. Abgesehen davon, dass es inzwischen in ganz Deutschland Mandelmus- und Amaranth- Lieferengpässe gibt, habe ich dort ziemlich interessante Sachen gefunden, z. B. eine niederländische Schokolade, die nicht aus Kakao sondern aus Carob hergestellt wird, Carob ist die Frucht des Johannisbrotbaums. Diese „Schokolade“ möchte ich euch gerne mal vorstellen, obwohl nicht mit Vollmilchschokolade mithalten kann, eigentlich noch nicht einmal mit Reismilchschokolade, aber ich habe schon gelesen, dass man sie gut in süßem Gebäck verwenden kann.

IMG_0450 Geschmacklich erinnerte mich die Soyabella zwar auch an normale Schokolade, aber irgendwie auch an die Molasse von Shishatabak und dann hatte sie auch noch eine salzige Note, wie von Lakritz.

Für richtige Kakao-Schokolade muss ich mich wohl dann doch irgendwann an das Rezept aus dem Buch machen.

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Das war es jetzt erst einmal von meinem heutigen Tag. Ich versuche mich jetzt noch an einem Fazit in Fragebogenform, wie man es aus dem Begleitheft zum Vegan for fit- Buch kennt.

Bis später!

Tag 26 – Weisheiten aus der Safran-Packung

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Spinat hätte ich schon als Kind gerne jeden Tag gegessen. Heute habe ich endlich eins der wenigen Vegan for fit-Gerichte mit Spinat gemacht. Und das hat so lange gedauert , weil ich nie Safran hatte. Jetzt ist der, den ich habe, rot. Sollte der nicht eigentlich gelb sein? Haben mir Kinderlieder eine falsche Vorstellung von Orientgewürzen vermittel? Zitat aus „Backe,backe Kuchen“: Safran macht den Kuchen gel(b)?

In der Safran-Packung stand ein arabischer Spruch, der ironischerweise auch zum Kochen bei der Challenge passt: Mit ein wenig Geduld gelingt alles. 

Mit ein wenig Geduld (mit der Betonung auf wenig) habe ich dann ein Gericht gezaubert, das absolut nach meinem Geschmack war. Ich möchte sagen: Spinat esse ich nur noch so!

Das ist Spinat in Walnussöl mit Knobi und Zwiebeln angebraten und mit einer gigaleckeren Cashewmus-Safran-Creme versehen:

Spinat Safran-Creme mit Orangen-Quinoa

Spinat Safran-Creme mit Orangen-Quinoa

...als Candle Light Dinner

…als Candle Light Dinner

Zum Frühstück hatten wir heute Vollkorn-Karotten-Nussbrot vom Biobäcker, diverse Nussmuse und auch gekauften Challange-tauglichen Aufstrich von dm (Ich stehe natürlich total auf den Senf-Rucola- Aufstrich und den Soja-Aufstrich mit den Leberwurstgewürzen, ein absoluter Tipp). War also alles schon fertig zubereitet gekauft. Auch Vayonnaisen wollen mal ein leichtes Leben haben.

Dann habe ich mich auf einen Guavensaft zu meinem Jetzt-Lieblings-Hipster-Café aufgemacht und wollte überprüfen, ob ich jetzt, als Vegan-Frischling, auch besonders gut Schach spielen kann. Attila behauptet nämlich in seinem Buch, dass ein Großteil der Schachgroßmeister vegan lebt und ich dachte, ich könnte vielleicht auf deren Spuren wandeln und von null auf hundert zum Schachtalent werden… die Hoffnung stirbt zuletzt!

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Tag 25 – Slow Food

Die Vegan for fit Challenge führte mich heute  in die Fleischerei, da gab es nämlich Safran aus Persien. Und sonst noch in 4 anderen Läden zum Großeinkauf. Also insgesamt FÜNF Läden!

Zum Frühstück labten wir uns an milkafarbenem Firestarter in der Twin- Aussführung: Ich find den immer noch einfach hübsch anzusehen, deswegen noch ein Foto.IMG_0288

Mein Blog-Model Christoph präsentiert den Tofu-Burger mit Avocado-Creme und Chili-Ketchup.

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Die Burger fand ich nicht so super. Die Pads sind mir ständig auseinander gekracht, wohl zu wenig Johanniskernkleister. Und mit Avocados gebe ich es jetzt wohl erst einmal auf, ich finde das einfach nicht so lecker. Die zwei Burger, die jeder von uns geschafft hat, waren trotzdem schmackhaft, ich kann sie mir aber mit anderen Soßen noch besser vorstellen. Die Pads an sich waren lecker und sahen hübsch aus.

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Zum Nachtisch gab es noch Schoko-Bananen-Shake, dann hab wir uns zum Sterben durch Überfressen zurückgezogen.

Tag 25 – Seitanische Botschaften aus der Küche

Heute mal etwas knapper, meine Spülhände flutschen heute nicht so gut auf der Tastatur.

Zum Frühstück gabs Müsli, leider nebenbei gefuttert, weil ich schnell mein Galaxy S aufAndroid 4.1.2 (CayanogenMod10) geflasht habe. Dieses Mal sogar ganz ohne Semi-Brick (halbkaputt) und Bootloop (Ladeschleife) ich bin stolz auf mich.

Das Mittagessen fand ich super, obwohl ich mal wieder mit den Arbeitsschritten überfordert war. Wer ist halt auch so blöd und kocht rote Bete selbst, statt vorgekochte zu nehmen.

Linsengemüse mit Limetten-Sonnenblumenkern-Petersiliendressing

Linsengemüse mit Limetten-Sonnenblumenkern-Petersiliendressing

Ich dachte erst, dass ich mir das Pesto hätte sparen können, aber nach einer Weile fand ich es doch ganz erfrischend zu den mehligen Linsen. Und überhaupt LINSEN! Ich liebe Linsen! Werde bald nach diesem Songtext ein Dal zubereiten, da ich auch ein bisschen in den Vegan Black Metal Chef verliebt bin. Isch schmeiß mich fodd.

Zum Abendessen gabs für mich Lattichgewächs; das Gewächs der Wahl war Lollo Bionda mit dem Rest Pesto und noch mehr gerösteten Sonnenblumenkernen, von denen man ja auch nie genug haben kann. Das ganze gedippt in Kichererbsenpaste,mmmhhhh.

Lollo bionda

Und da hatte ich die Schniss immer noch nicht voll und hab mir ein klitzekleines Schüsselchen Cornflakes gegönnt.

Ich hab grad wieder Besuch, deswegen bitte ich zu verzeihen, wenn die nächsten beiden Blogbeiträge ähnlich kurz ausfallen und es insgesamt zum Ende hin etwas mau hier wird, weil mit dem Finale auch mein Klausurtermin näher rückt.

 

 

 

 

 

 

 

Tag 23 – Mandelcreme ist die neue Sahne!

Wer früher gedacht hatte Veganer essen nur Körner und knabbern zum Mittagessen ein paar Möhrchen, der denkt nach der Lektüre meines Blogs wahrscheinlich: Aha,Veganer essen gar nicht täglich Möhren; sie essen täglich Zucchini! ;)

Scharfes Pilz-Zucchini-Curry in Mandelcreme

Scharfes Champignon-Zucchini-Curry in Mandelcreme

Aber wat solls, ich bin ja auch Zucchini-Fan und diese hier war nun mal übrig, genauso wie die Champignons. Die hatte ich wohl  in eine Anfall geistiger Verwirrung gekauft und weiß jetzt nicht mehr für welches Rezept. Und da ich gegen das Wegschmeißen von Lebensmitteln bin, wenn es sich vermeiden lässt, habe ich heute improvisiert. Und es war großartig!

Scharfes Pilz-Zucchini-Curry in Mandelcreme

Zutaten für 1 Person:

50 gr. Räuchertofu
2-3 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
500 gr Champignons
1 kl. Zucchini
2-3 Cherrytomaten
1/2 Chillischote
1 EL Mandelmus
100ml Wasser
1 TL Currypulver
Koriander (nicht zu viel)
Pfeffer aus der Mühle
Meersalz
ca. 10 Cashewkerne
1/2 TL Reissirup (Agavendicksaft geht auch)
 

Den Räuchertofu 4 min in heißem Olivenöl anbraten. Zerstückelten Knoblauch und Chilli kurz mitbraten, dann Pilze, Cherrytomaten und Zucchini in Scheiben geschnitten hinzugeben, etwas anbraten, aber darauf achten, dass es schön bissfest bleibt. Mandelmus mit Wasser und Currypulver verrühren und über das Gemüse geben. Mit Salz, Pfeffer und Koriander (erstmal 2 Blätter und dann langsam vortasten) nach Geschmack würzen. Für etwas Süße Sirup hinzugeben. Die Mandelcreme dickt dann noch etwas ein. Auf Teller anrichten und mit Cashewkernen toppen.

Ging alles superfix, passt ins low carb Challenger Abendessen und hat mir sehr gut geschmeckt. Ich bin halt doch ein Könner, oder inzwischen schon genug vom Könner inspiriert :)

IMG_0244Mein Frühstück war eine Breakfast Crunch Variation und zum ersten Mal gab es Matcha-Pulver pur. Bäh, das schmeckt ja nach Algen und sieht auch aus wie ein gekippter See mit Schwimmverbot. Ich schwöre, dass ich das nur getrunken habe, weil ich zu geizig war das teure Matcha-Pulver wegzuschütten. Bleibe lieber bei Matcha-Shakes und grünem Tee zum Aufgießen.

Unterwegs hatte ich in der Spongebob-Pausenbrotbox (wo die wohl herkommt…?) eine Scheibe Früchtebrot, das man auch gut ohne Belag essen kann, eine Banane und eine Hand voll Cashewkerne….naja und viel Wasser. Im Notfall macht das auch satt.

Den Rest meiner wertvollen Zeit bin ich ständig auf der Suche nach eingelegten Gewürzgurken (YUMMY!) ohne Zucker.Die Kühne Gurken sind mit Fructose-Glucose Sirup, so wird hier in Deutschland Maisstärke deklariert- leider ist mir zu spät aufgefallen, dass trotzdem noch Industriezucker drin ist. Sogar die Oliven in Salzlake will ich oft nicht kaufen, weil da irgend so eine ominöse Milchsäure drin ist. Genauso die eingelegten Tomaten. Da muss man schon Glück haben was ohne Zucker oder tierische Eiweiße zu finden. Ich frag mich, ob das nicht auch normale Verbraucher stört, dass ständig Zusätze drin sind, die man nicht unbedingt vermutet. Am Ende muss man doch wieder alles selbst machen.

Tag 22 – Reissirup statt Agavendicksaft

Ich habe gerade das perfekte Dinner gesehen und trotz Fisch im Menü (ich ekel mich vor totem Fisch, manchmal auch vor lebendem) ist mir sofort aufgefallen, dass hier ein richtiger Könner am Werk ist. Wie cool muss das sein, wenn man für sich und seine Lieben wie im Restaurant kochen kann. Das wäre dann also mein erklärtes Ziel!

Bisher kann ich vor allem eins gut: Salzen! Ich frage mich, wie ich so eine versalzene Tomatensoße oder so wieder neutralisieren kann, ohne große Mengen Mandelmus (zu viel kcal) oder Sojajoghurt (mag ich nicht in der Soße).

Heute gab es zum Abendessen zum ersten mal gekochtes, ungepopptes Amaranth, das in Zucchinischiffchen dargereicht wurde.

Zucchini mit Amaranth-Füllung

Zucchini mit Amaranth-Füllung

Nach dem Sport hatte ich genau darauf Lust. Ich habe immer noch nicht genug von den ganzen Zucchini. MOAAAR!!!!

Wonach das Amaranth geschmeckt hat kann ich nicht genau sagen, wegen dem ganzen Salz, aber zwischenzeitlich fühlte ich mich mal an Reis erinnert.

Zum Frühstück hatte ich allerdings keine Zucchini, sondern das BerlinToast mit Cashew-Bananen-Füllung und Crunch-Kruste.

Berlin-Toast mit Cashew-Bananen-Füllung und Crunch-Kruste

Für süße Frühstücker sind die Rezepte im Buch  wirklich super. Ich mag nicht immer süße Frühstücke, aber das hier war ein wirkliches Highlight. Ich hatte zwar kein Toast oder helleres Brot, aber dafür viel Früchtebrot, deswegen habe ich  das auch benutzt.

Glucose, Fructose, Dextrose…

ReissirupIch habe heute zum ersten Mal mit Reissirup aus dem Reformhaus Vitalia gesüßt. Reissirup ist gemahlener und gekochter Reis, bei dem durch Fermentierung die Reisstärke in Zuckermoleküle aufgespalten wird. Den Geschmack finde ich angenehm, und -wie es auf der Packung steht-  ganz leicht malzig. Ich könnte mir vorstellen, Reissirup wie Honig auf dem Brot zu essen.

Auf die Idee den Agavensirup, der ja quasi konzentrierte Fructose ist,  durch Reissirup zu ersetzen bin ich durch den Rat meiner Freundin Krisi gekommen, die meinte, ich solle das mal probieren, falls meine Darmprobleme von einer schlechten Fructoseabsorption meines Darms kommen. Wäre ja kein Wunder bei dem ganzen Agavendicksaft. Leute, die an Fructoseunverträglichkeit leiden, süßen oft mit Reissirup, der überhaupt gar keine Fructose enthält.

Ich habe inzwischen herausgefunden wie reichhaltig das Angebot an Süßungsmitteln ist. Da gibt es nicht nur weißen Zucker und Süßstoff (bei uns heißt der schon Krebsstoff).

Trotzdem versuche ich möglichst vorsichtig zu süßen, denn jeder dieser Zucker, ob nun „natürlich“  oder nicht, steht im Verdacht in großen Mengen zu schlimmen Krankheiten wie Diabetes zu führen. Man denke nur an den Maissirup-Wahnsinn, den die Amis betreiben. Wie immer ist die Dosis das Gift. Ich glaube, dass der menschliche Körper noch so seine Schwierigkeiten hat mit so konzentriertem, isoliertem Zucker, weil dieser ja noch nicht so lange in der Menschheitsgeschichte vorkommt. Nur so ne Theorie.

Ansonsten habe ich mir noch was auf den Merkzettel geschrieben. Und zwar mag ich die indische Küche mit ihren ganzen Gewürzen und ich finde es auch toll, dass sie, je nach Landesteil, auch genuin vegan oder vegetarisch ist (Ist ja alles heilig, da bleibt ja nicht so viel übrig). Heute bin ich über den Blog der Autorin auf dieses Buch gestoßen, was bald erscheint. Das wäre doch was für meine Kochbuchbibliothek.

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Tag 19: Attila auf der VeggieWorld

Ich habe heute Abend mit meiner Tante telefoniert, die heute Mittag auf der VeggieWorld Messe in Wiesbaden war, wo Attila heute seinen Auftritt hatte. Natürlich war die Halle bei dem ganzen Challenger-Andrang viel zu klein, das sah man auch schon auf den Fotos auf Facebook.

Quelle: VeggieWorld Facebookseite

Ich schätze mal, das nächste Challengertreffen findet im Berliner Olympiastadion statt und ne Papststelle soll ja auch  schon wieder frei sein, hab ich gehört.

Bei dem Andrang und dieser Begeisterung hätte ich damit gerechnet, dass sich hier spontan die Church of Seitan neugründet und eigentlich finde ich ja solche Trends und Bewegungen immer auch ein bisschen gruselig, aber hier hab ich mal keine Einwände. Was könnte es besseres geben, als dass es Mainstream wird, sich besser zu ernähren, selbst wenn nicht jeder Veganer wird.

Mir wurde berichtet, dass Attila vorhat, auch wieder mehr den ethischen Aspekt der Ernährung einzubringen. Zum Schluss gab es aber auch eine Vorstellung der ersten Challenger  und ihrer Abnahmen; darunter ein Mann, der mit Vegan for fit 36kg abgenommen hatte. Ist ja auch keine schlechte Werbung.

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Mein Frühstück war in seiner „Bauphase“ heute erst einmal eine Challenge für den Stabmixer: Nüsse, Haferflocken, Amaranth, Leinsamen, Matcha, gefrorene Heidelbeeren….

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Aber hey! Das alte Rossmann-Ding kriegt den Firestarter vorbildlich hin.

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Von dem Teil hatte ich zwei Gläser und war amtlich satt.

Die zweite Mahlzeit war der Feldsalat mit Avocado-Birnen Dresssing. Wieder so ein Ding wo ich am Zweifeln war, ob das schmecken kann.

feldsalat mit avocado birnen dressing

Aber in Zimt süß-sauer angebratene Paprika und die mit Curcuma karamelisierten Mandeln haben mich doch wieder überzeugt. Sehr sehr lecker. Ich hab mir gleich die Portion für 2 Personen gemacht, weil ich ein echter Salatfresser bin.

Ich könnte immer so weiter essen. Heute ging es sogar meinem Darm etwas besser als die Tage zuvor. Deswegen gibts heute bestimmt noch einen Mitternachtssnack, natürlich höchstens nur zwei drei Nüsschen, ich will mir ja nicht die Challenge versauen.

in the midnight hour she cried moor mor mor funny road sign

Tag 18 – Die Challenge kostet 12,37 Euro am Tag

Soviel buchhalterische Sorgfalt kennt man von mir ja vielleicht nicht so, aber ich habe wirklich jeden Betrag aufgeschrieben, den ich bisher in Essen und Trinken investiert habe. Jetzt habe ich ausgerechnet, was ich bisher ausgegeben habe und das durch die Anzahl der Tage, die ich schon dabei bin geteilt – 12, 37 Euro! Und die Vorratsschränke sind immer noch brechend voll, das heißt, der Wert ist noch nicht mal aufgebraucht.

Es mag zwar billiger sein sich jeden Tag konventionell selbst zu bekochen, aber wer macht das schon? Leicht ist ein Fünfer für ein Take-away-Essen mit Getränk weg, beim Einkauf im Supermarkt landet hier und da noch ein teures Fertiggericht, teure Süßigkeiten und dies und das im Einkaufswagen. Bei der Challenge ist mir das bisher noch nicht passiert. Wenn ich jetzt, nach 18 Tagen Challenge, einkaufen gehe, liegt mehr günstiges Gemüse als teure exotische Sachen oder teure Öle und Nussmus auf dem Band. Wenn man das mal so weiterrechnet komme ich diesen Monat mit 371 Euro weg. Das ist also eigentlich so viel, wie mir in etwa monatlich zur Verfügung steht, aber falls ich weitermachen würde, müsste ich ja nur noch ab und zu teure Sachen kaufen. Ich kann mir gut vorstellen monatlich bis zu 300 Euro für gute Nahrung auszugeben, schließlich ist Kochen auch eine Art Hobby von mir (ja, essen auch) und das gute Essen ist es mir einfach wert.

Ich frage mich, wie die Rechnung bei Leuten aussieht, die nur Bio-Lebensmittel gekauft haben. Da würde ich mindestens nochmal nen Hunderter pro Monat draufrechnen.

Konventionell sieht es jedenfalls laut statistischem Bundesamt so aus:

Von den monatlich 214 Euro, die die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2008 im Durchschnitt für Nahrungsmittel ausgaben, wurden knapp 27% (57 Euro) für Fleisch (49 Euro) und Fisch (8 Euro) aufgewendet. Durchschnittlich 47 Euro (22%) gaben die Haushalte für Obst, Gemüse und Kartoffeln aus.

So jetzt aber von den pekuniären Aspekten zu den kulinarischen.

Heute morgen nach einem super Schlaf und abgefahrenen Träumen startete ich mit einem Schoki-Banana-Matcha-Shake, dann habe ich mir  unterwegs einen Apfel-Mango-Saft von der biocompany geleistet und hab Cashewkerne und getrocknete Tomaten genascht und heute Abend gab es dann -wie Carmen Geiss sagen würde- DEN BURRRRNER! Zucchini-Spaghetti alla carbonara!!!

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Leider etwas zu flüssig, aber das war ja soooooo lecker. Nicht wie Carbonara, sondern eher wie so ein geiles asiatisches Essen…und das eher aus Versehen, ich hatte die Petersilie und Koriander verwechselt und so ist dann ein klein wenig Koriander mit rein gekommen, bevor ich das gemerkt habe.  War dann halt ne asiatische Köhlerin (carbonara) – Glück im Unglück! ;)

Wehrmutstropfen und keine Hilfe in Aussicht! :(

Ich hab immer noch so Probleme mit meinem Darm, ich pendel die ganze Zeit zwischen Verstopfung und Durchfall, kennt das sonst noch jemand? Ich bin es ja gewöhnt, dass meine Verdauung irgendwie NIE richtig funktioniert und das schon von klein an, aber seit der Challenge sagt mir mein Hypochonder-Ich, dass da bestimmt ernsthaft was kaputt ist. Ich hab schon Schmerzen vor Blähungen. Ohhhhhhhh noooooo, das können doch nicht nur die Ballaststoffe sein…

Tag 17 – Backofenpommes in orange

-natürlich nicht die aus Kartoffeln, sondern aus Kürbis !

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Mein leistungsklassenfremd-inkarnierter Billigbackofen hat die Pommes ziemlich kross angebacken (andere würden sagen verbrannt, ich sage KROSS). Also mein Tipp: Immer schön den Ofen im Auge behalten, auch wenn ihr gerade mit der Dipherstellung beschäftigt seid. Ich habe nur einen Dip gemacht, den Erbsen-Joghurt Dip in den in Currypulver geschwenkte Zwiebeln reinkommen. Das ist mal was ganz anderes. Hab ich aber auch geschafft zu versauen: Versalzen.

Laut Angabe brauchen die Pommes 25 min und pro Dip -die man natürlich während der Backzeit herstellt- 15min und ich habe dieses Mal auf die Uhr geschaut, ich habe für die Pommes und einen Dip  insgesamt 28 Minuten gebraucht. Das inzwischen routinierte freestyle  Zusammenschütten des Frühstücks hat 3 Minuten gebraucht, also habe ich heute für die Challenge 31 Min. aufgewendet. Das finde ich völlig in Ordnung.

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Für die Sport Challenge war ich heute wieder im Gym und habe endlich mal alle meine Geräte um die nächste Stufe höher eingestellt. No pain, no gain!  Aber jetzt bin ich wirklich sehr müde und die Wäsche wartet noch :(

 

Tag 15 – Halbzeit und endlich Matcha

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Tag 15 und ich komme mir vor, als würde ich eigentlich schon immer so essen. Hört sich doof an, ist aber so.

Wenn ich tief in mich reinschaue, dann vermisse ich nichts, da ist nur manchmal dieses Bild von einer  Kartoffel, die ich aufschneide und sie offenbart mir dampfend  ihr goldgelbes vor mehliger Stärke glänzendes Inneres…

Heute habe ich endlich den Matcha *klick*  ausprobiert den ich gestern bei Tee Gschwendner für sauteure 13,99 gekauft habe. Andererseits steht da auch, dass meine 30 Gramm eine Stunde lang von einer traditionellen Japanischen Mühle gemahlen wurde. Wenn man die Dose aufmacht, kommt einem eine zarte grüne Staubwolke entgegen, so gründlich mahlen diese Mühlen.

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Also, da diese Skakes nun wirklich kein Geheimrezept mehr sind, verrate ich mal, was in meinen alles drin ist.

Matcha-Skake

  • 1/2 TL Matchapulver
  • 250ml Hafermilch
  • Agavendicksaft ca 1TL
  • 1 Messerspitze gemahlene Vanille
  • (In der Vegan for fun Version noch mit selbstgemachtem Casheweis)

Schoko-Bananen-Matcha-Shake

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  • Hafermilch
  • stark entölter Biokakao
  • 40gr weißes Mandelmus
  • Agavendicksaft
  • eine kleine Banane
  • 1/2 TL Matchapulver
  • eigentlich auch Eiswürfel, aber das trau ich                                        dem Pürierstab nicht zu.

Der erste Shake hat nichts gebracht, weil ich nach 5 Stunden Schlaf schon um 8 Uhr wach war…ich bin also wieder weggedöst. Der Geschmack war interessant, aber ich denke, dass das nicht mein Lieblingsgetränk wird. Schmeckt mir zu sehr nach Heu.

Der zweite Skake ist schon eher nach meinem Geschmack, so ein süßer Energiekick für zwischendurch, der mich hoffentlich dazu befähigt später im Gym richtig durchzustarten.

Dann gibt es natürlich heute Abend noch das Halbzeit-Feier-Essen. Ich freu mich schon so. Es wird HOT!

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Da bin ich wieder! Meine Eingeweide quillen über vor  dem Chili mit Avocado-Joghurt-Dip aus dem Buch Vegan for fun. Ich hab mich mal wieder richtig hübsch überfressen. Mist! Aber wenigstens nicht alleine. Eigentlich wollten wir, meine Mitbewohnerin und ich, uns nach dem Fitnesstudio schon nochmal duschen, aber ich weiß noch nicht, wer mich unter die Dusche trägt….

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Das Chilli fand ich etwas zu süßlich, nächstes mal also weniger Agavendicksaft oder weniger Mais, und der Dip ist nicht so mein Fall, aber sonst ein Bomben-Essen – kann ich mir sehr gut auf Partys vorstellen, gerade mit den Tortillas!

Wir machen oft noch ein Teelöffel Kakao (zum Backen) an Chilli- Eintöpfe, das ist nicht so ganz gewöhnlich, aber passt PERFEKT!