Tag 26 – Weisheiten aus der Safran-Packung

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Spinat hätte ich schon als Kind gerne jeden Tag gegessen. Heute habe ich endlich eins der wenigen Vegan for fit-Gerichte mit Spinat gemacht. Und das hat so lange gedauert , weil ich nie Safran hatte. Jetzt ist der, den ich habe, rot. Sollte der nicht eigentlich gelb sein? Haben mir Kinderlieder eine falsche Vorstellung von Orientgewürzen vermittel? Zitat aus „Backe,backe Kuchen“: Safran macht den Kuchen gel(b)?

In der Safran-Packung stand ein arabischer Spruch, der ironischerweise auch zum Kochen bei der Challenge passt: Mit ein wenig Geduld gelingt alles. 

Mit ein wenig Geduld (mit der Betonung auf wenig) habe ich dann ein Gericht gezaubert, das absolut nach meinem Geschmack war. Ich möchte sagen: Spinat esse ich nur noch so!

Das ist Spinat in Walnussöl mit Knobi und Zwiebeln angebraten und mit einer gigaleckeren Cashewmus-Safran-Creme versehen:

Spinat Safran-Creme mit Orangen-Quinoa

Spinat Safran-Creme mit Orangen-Quinoa

...als Candle Light Dinner

…als Candle Light Dinner

Zum Frühstück hatten wir heute Vollkorn-Karotten-Nussbrot vom Biobäcker, diverse Nussmuse und auch gekauften Challange-tauglichen Aufstrich von dm (Ich stehe natürlich total auf den Senf-Rucola- Aufstrich und den Soja-Aufstrich mit den Leberwurstgewürzen, ein absoluter Tipp). War also alles schon fertig zubereitet gekauft. Auch Vayonnaisen wollen mal ein leichtes Leben haben.

Dann habe ich mich auf einen Guavensaft zu meinem Jetzt-Lieblings-Hipster-Café aufgemacht und wollte überprüfen, ob ich jetzt, als Vegan-Frischling, auch besonders gut Schach spielen kann. Attila behauptet nämlich in seinem Buch, dass ein Großteil der Schachgroßmeister vegan lebt und ich dachte, ich könnte vielleicht auf deren Spuren wandeln und von null auf hundert zum Schachtalent werden… die Hoffnung stirbt zuletzt!

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Tag 25 – Slow Food

Die Vegan for fit Challenge führte mich heute  in die Fleischerei, da gab es nämlich Safran aus Persien. Und sonst noch in 4 anderen Läden zum Großeinkauf. Also insgesamt FÜNF Läden!

Zum Frühstück labten wir uns an milkafarbenem Firestarter in der Twin- Aussführung: Ich find den immer noch einfach hübsch anzusehen, deswegen noch ein Foto.IMG_0288

Mein Blog-Model Christoph präsentiert den Tofu-Burger mit Avocado-Creme und Chili-Ketchup.

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Die Burger fand ich nicht so super. Die Pads sind mir ständig auseinander gekracht, wohl zu wenig Johanniskernkleister. Und mit Avocados gebe ich es jetzt wohl erst einmal auf, ich finde das einfach nicht so lecker. Die zwei Burger, die jeder von uns geschafft hat, waren trotzdem schmackhaft, ich kann sie mir aber mit anderen Soßen noch besser vorstellen. Die Pads an sich waren lecker und sahen hübsch aus.

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Zum Nachtisch gab es noch Schoko-Bananen-Shake, dann hab wir uns zum Sterben durch Überfressen zurückgezogen.

Tag 25 – Seitanische Botschaften aus der Küche

Heute mal etwas knapper, meine Spülhände flutschen heute nicht so gut auf der Tastatur.

Zum Frühstück gabs Müsli, leider nebenbei gefuttert, weil ich schnell mein Galaxy S aufAndroid 4.1.2 (CayanogenMod10) geflasht habe. Dieses Mal sogar ganz ohne Semi-Brick (halbkaputt) und Bootloop (Ladeschleife) ich bin stolz auf mich.

Das Mittagessen fand ich super, obwohl ich mal wieder mit den Arbeitsschritten überfordert war. Wer ist halt auch so blöd und kocht rote Bete selbst, statt vorgekochte zu nehmen.

Linsengemüse mit Limetten-Sonnenblumenkern-Petersiliendressing

Linsengemüse mit Limetten-Sonnenblumenkern-Petersiliendressing

Ich dachte erst, dass ich mir das Pesto hätte sparen können, aber nach einer Weile fand ich es doch ganz erfrischend zu den mehligen Linsen. Und überhaupt LINSEN! Ich liebe Linsen! Werde bald nach diesem Songtext ein Dal zubereiten, da ich auch ein bisschen in den Vegan Black Metal Chef verliebt bin. Isch schmeiß mich fodd.

Zum Abendessen gabs für mich Lattichgewächs; das Gewächs der Wahl war Lollo Bionda mit dem Rest Pesto und noch mehr gerösteten Sonnenblumenkernen, von denen man ja auch nie genug haben kann. Das ganze gedippt in Kichererbsenpaste,mmmhhhh.

Lollo bionda

Und da hatte ich die Schniss immer noch nicht voll und hab mir ein klitzekleines Schüsselchen Cornflakes gegönnt.

Ich hab grad wieder Besuch, deswegen bitte ich zu verzeihen, wenn die nächsten beiden Blogbeiträge ähnlich kurz ausfallen und es insgesamt zum Ende hin etwas mau hier wird, weil mit dem Finale auch mein Klausurtermin näher rückt.

 

 

 

 

 

 

 

Tag 24 – Was kommt nach der Challenge?

Die Leiden einer Fernuni Studentin (Wer das geballte Leid nicht erträgt: Einfach ab dem nächsten Absatz weiterlesen.)

Heute bin ich mal wieder untergegangen im eigenen Chaos. Kann vegane Ernährung nicht auch dafür ein Heilmittel sein?  Wenn man als Fernuni-Studentin den Tag nicht strukturiert, strukturiert der Tag einen.  Ich wollte in die Bib zum lernen und hab mir umständlich einen Shake zum mitnehmen gemacht, dann ist mir eingefallen, dass ich waschen sollte, bevor mein Freund kommt und mit seiner Wäsche die Wäscheständer belegt, dann hat der Computer nach einem Update geschrien und hat dann stundenlang fröhlich vor sich hingeupdated, dann hab ich wieder Hunger bekommen und musste erstmal kochen, dann hat mein Opi angerufen, dann hab ich einen potentiellen Zwischenmieter  per Skype interviewt und so hab ich mich mit 1003 Kleinigkeiten den ganzen Tag in Kleinkram verfranst… Das Ende vom Lied: Ich war nicht in der Bib und hab heut nix gelernt.  Ich frag mich, wie ich diese Sachen alle nebenbei tun soll, wenn ich mal einen 8 Stunden- Job haben sollte. Bin ich eine Memme?

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Inzwischen gehen mir auch noch ein paar Sachen aus, die lange gehalten haben, deswegen setze ich morgen erst einmal wieder zu einem Großeinkauf an.  Heute habe ich total ideenlos eine Bolognesesoße gemacht und süße Paprika dazugemengt. Hat solala geschmeckt. Attilas Rezepte sind halt doch besser.

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Das Frühstück bestand aus einem kleinen Firestarter und Cornflakes mit Obst….ganzschön gruselig die riesen Brombeere. Ich tippe auf Herkunft: Fukushima

Jetzt zu meinem Thema: Hilfe, nur noch 6 Tage!!! Gibt es ein Leben nach der Challenge?

Was bleibt?

  • Zucker wird in meinem selbstgekochten Essen konsequent durch Sirup ersetzt. Zucker ohne Nährstoffe braucht kein Mensch. Dann lieber noch Rohrohrzucker.
  • Die Erfahrung 30 Tage lang ohne Pasta, Kartoffeln, Reis auskommen zu können ist wirklich essentiell. Ich werde aber definitiv wieder kurzkettige Kohlenhydrate zu mir nehmen, nur die Mengen werden anders aussehen. Weniger Pasta, mehr Soße mit Gemüse. Ich hatte mich damals immer gefragt, warum Weight Watchers als Portion für Nudeln immer 100gr gekochte Nudeln angibt. Ich Honk dachte, davon wird man NIE satt. (Sollte man denen von WW auch mal sagen, dass diese bescheuerten Satt-Portionen, wo schwache kleine Vayonnaisen verleitet werden ne halbe Packung Nudeln zu fressen, nicht so sinnvoll sind.)veganwed_1344329238_600
  • Ich werde am Vegan Wednesday teilnehmen, einer Bloggeraktion, bei der man den kompletten Mittwoch vegan isst, das fotografiert und bebloggt. Ich werde die Aufgabe erweitern, und zwar will ich jeden Mittwoch ein neues Rezept ausprobieren. Die schönsten Fotos und Rezepte der Teilnehmer werden bei Pinterest gesammelt.
  • Ich will weiterhin möglichst vegan essen und soweit ich es mir ab und an leisten kann nur die besten Milchprodukte aus dem Bioladen kaufen. Leider ist vegan Essen bisher noch sehr asozial. Man setzt ein Zeichen gegen grausame Massentierhaltung  und als Dank will keiner mehr mit einem Essen gehen, weil man nicht in jedes Restaurant kann, immer überall nachfragen und rumnerven muss und man nebenbei die Leute mit ihrem schlechten Gewissen konfrontiert, was sie wiederum aggressiv macht. So ist das! Ich weiß immer noch nicht genau wie ich das anstellen soll. Genau genommen bin ich an dem Punkt etwas überfordert und weiß nicht, ob ich das schaffe. Ich hoffe einfach mal, mit meiner Nachfrage ein Angebot zu kreieren und  dass dann irgendwann vielleicht einmal alles besser wird !?….. HILFEEE!!!! :(

Tag 23 – Mandelcreme ist die neue Sahne!

Wer früher gedacht hatte Veganer essen nur Körner und knabbern zum Mittagessen ein paar Möhrchen, der denkt nach der Lektüre meines Blogs wahrscheinlich: Aha,Veganer essen gar nicht täglich Möhren; sie essen täglich Zucchini! ;)

Scharfes Pilz-Zucchini-Curry in Mandelcreme

Scharfes Champignon-Zucchini-Curry in Mandelcreme

Aber wat solls, ich bin ja auch Zucchini-Fan und diese hier war nun mal übrig, genauso wie die Champignons. Die hatte ich wohl  in eine Anfall geistiger Verwirrung gekauft und weiß jetzt nicht mehr für welches Rezept. Und da ich gegen das Wegschmeißen von Lebensmitteln bin, wenn es sich vermeiden lässt, habe ich heute improvisiert. Und es war großartig!

Scharfes Pilz-Zucchini-Curry in Mandelcreme

Zutaten für 1 Person:

50 gr. Räuchertofu
2-3 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
500 gr Champignons
1 kl. Zucchini
2-3 Cherrytomaten
1/2 Chillischote
1 EL Mandelmus
100ml Wasser
1 TL Currypulver
Koriander (nicht zu viel)
Pfeffer aus der Mühle
Meersalz
ca. 10 Cashewkerne
1/2 TL Reissirup (Agavendicksaft geht auch)
 

Den Räuchertofu 4 min in heißem Olivenöl anbraten. Zerstückelten Knoblauch und Chilli kurz mitbraten, dann Pilze, Cherrytomaten und Zucchini in Scheiben geschnitten hinzugeben, etwas anbraten, aber darauf achten, dass es schön bissfest bleibt. Mandelmus mit Wasser und Currypulver verrühren und über das Gemüse geben. Mit Salz, Pfeffer und Koriander (erstmal 2 Blätter und dann langsam vortasten) nach Geschmack würzen. Für etwas Süße Sirup hinzugeben. Die Mandelcreme dickt dann noch etwas ein. Auf Teller anrichten und mit Cashewkernen toppen.

Ging alles superfix, passt ins low carb Challenger Abendessen und hat mir sehr gut geschmeckt. Ich bin halt doch ein Könner, oder inzwischen schon genug vom Könner inspiriert :)

IMG_0244Mein Frühstück war eine Breakfast Crunch Variation und zum ersten Mal gab es Matcha-Pulver pur. Bäh, das schmeckt ja nach Algen und sieht auch aus wie ein gekippter See mit Schwimmverbot. Ich schwöre, dass ich das nur getrunken habe, weil ich zu geizig war das teure Matcha-Pulver wegzuschütten. Bleibe lieber bei Matcha-Shakes und grünem Tee zum Aufgießen.

Unterwegs hatte ich in der Spongebob-Pausenbrotbox (wo die wohl herkommt…?) eine Scheibe Früchtebrot, das man auch gut ohne Belag essen kann, eine Banane und eine Hand voll Cashewkerne….naja und viel Wasser. Im Notfall macht das auch satt.

Den Rest meiner wertvollen Zeit bin ich ständig auf der Suche nach eingelegten Gewürzgurken (YUMMY!) ohne Zucker.Die Kühne Gurken sind mit Fructose-Glucose Sirup, so wird hier in Deutschland Maisstärke deklariert- leider ist mir zu spät aufgefallen, dass trotzdem noch Industriezucker drin ist. Sogar die Oliven in Salzlake will ich oft nicht kaufen, weil da irgend so eine ominöse Milchsäure drin ist. Genauso die eingelegten Tomaten. Da muss man schon Glück haben was ohne Zucker oder tierische Eiweiße zu finden. Ich frag mich, ob das nicht auch normale Verbraucher stört, dass ständig Zusätze drin sind, die man nicht unbedingt vermutet. Am Ende muss man doch wieder alles selbst machen.

Tag 22 – Reissirup statt Agavendicksaft

Ich habe gerade das perfekte Dinner gesehen und trotz Fisch im Menü (ich ekel mich vor totem Fisch, manchmal auch vor lebendem) ist mir sofort aufgefallen, dass hier ein richtiger Könner am Werk ist. Wie cool muss das sein, wenn man für sich und seine Lieben wie im Restaurant kochen kann. Das wäre dann also mein erklärtes Ziel!

Bisher kann ich vor allem eins gut: Salzen! Ich frage mich, wie ich so eine versalzene Tomatensoße oder so wieder neutralisieren kann, ohne große Mengen Mandelmus (zu viel kcal) oder Sojajoghurt (mag ich nicht in der Soße).

Heute gab es zum Abendessen zum ersten mal gekochtes, ungepopptes Amaranth, das in Zucchinischiffchen dargereicht wurde.

Zucchini mit Amaranth-Füllung

Zucchini mit Amaranth-Füllung

Nach dem Sport hatte ich genau darauf Lust. Ich habe immer noch nicht genug von den ganzen Zucchini. MOAAAR!!!!

Wonach das Amaranth geschmeckt hat kann ich nicht genau sagen, wegen dem ganzen Salz, aber zwischenzeitlich fühlte ich mich mal an Reis erinnert.

Zum Frühstück hatte ich allerdings keine Zucchini, sondern das BerlinToast mit Cashew-Bananen-Füllung und Crunch-Kruste.

Berlin-Toast mit Cashew-Bananen-Füllung und Crunch-Kruste

Für süße Frühstücker sind die Rezepte im Buch  wirklich super. Ich mag nicht immer süße Frühstücke, aber das hier war ein wirkliches Highlight. Ich hatte zwar kein Toast oder helleres Brot, aber dafür viel Früchtebrot, deswegen habe ich  das auch benutzt.

Glucose, Fructose, Dextrose…

ReissirupIch habe heute zum ersten Mal mit Reissirup aus dem Reformhaus Vitalia gesüßt. Reissirup ist gemahlener und gekochter Reis, bei dem durch Fermentierung die Reisstärke in Zuckermoleküle aufgespalten wird. Den Geschmack finde ich angenehm, und -wie es auf der Packung steht-  ganz leicht malzig. Ich könnte mir vorstellen, Reissirup wie Honig auf dem Brot zu essen.

Auf die Idee den Agavensirup, der ja quasi konzentrierte Fructose ist,  durch Reissirup zu ersetzen bin ich durch den Rat meiner Freundin Krisi gekommen, die meinte, ich solle das mal probieren, falls meine Darmprobleme von einer schlechten Fructoseabsorption meines Darms kommen. Wäre ja kein Wunder bei dem ganzen Agavendicksaft. Leute, die an Fructoseunverträglichkeit leiden, süßen oft mit Reissirup, der überhaupt gar keine Fructose enthält.

Ich habe inzwischen herausgefunden wie reichhaltig das Angebot an Süßungsmitteln ist. Da gibt es nicht nur weißen Zucker und Süßstoff (bei uns heißt der schon Krebsstoff).

Trotzdem versuche ich möglichst vorsichtig zu süßen, denn jeder dieser Zucker, ob nun „natürlich“  oder nicht, steht im Verdacht in großen Mengen zu schlimmen Krankheiten wie Diabetes zu führen. Man denke nur an den Maissirup-Wahnsinn, den die Amis betreiben. Wie immer ist die Dosis das Gift. Ich glaube, dass der menschliche Körper noch so seine Schwierigkeiten hat mit so konzentriertem, isoliertem Zucker, weil dieser ja noch nicht so lange in der Menschheitsgeschichte vorkommt. Nur so ne Theorie.

Ansonsten habe ich mir noch was auf den Merkzettel geschrieben. Und zwar mag ich die indische Küche mit ihren ganzen Gewürzen und ich finde es auch toll, dass sie, je nach Landesteil, auch genuin vegan oder vegetarisch ist (Ist ja alles heilig, da bleibt ja nicht so viel übrig). Heute bin ich über den Blog der Autorin auf dieses Buch gestoßen, was bald erscheint. Das wäre doch was für meine Kochbuchbibliothek.

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Tag 21 – Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten

Jeden Tag ein neuer Medienauftritt von Attila – und er wird immer besser! Größtenteils spricht er nur, wenn er etwas gefragt wird, um nicht das Klischee des rumkeifenden Veganers zu bedienen und trotzdem sind die Informationen, die er liefert, auf den Punkt gebracht.

Link zur WDR Mediathek WestART Talkshow

Es geht um die Wurst! Unser Fleischkonsum hat sich in den vergangenen 100 Jahren fast verdoppelt. Gesund, sagt der WWF, ist das nicht. Doch weder solche Mahnungen noch die jüngsten Fleischskandale vermochten bislang den Appetit auf Steaks und Wurst zu zügeln.

Link zur Kabel 1 Mediathek Abenteuer Leben (etwa ab Minute 14:45)

MONTAG: DAS VEGAN-DUELL! Burger ohne Fleisch oder Spaghetti Carbonara ohne Nudeln – kann das schmecken? Vegan-Koch Attila Hildmann sagt: Ja! Seit zwölf Jahren lebt der Berliner ganz ohne tierische Produkte.

Ich habe leider viel zu viel Zeit damit zugebracht mir die Diskussionen über die Sendungen auf Attilas Facebook-Seite anzusehen. Zwar gibt es hier größtenteils keine Ich bin ein besserer Veganer als du– Diskussionen und auch keine dümmliche Kommentare von militanten Carnivoren ( damit meine ich nicht die ganz normalen Leute, die gerne Fleisch essen, sondern die, die aus irgend einem Grund gerne Veganer töten würden, wenn sie könnten) aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass sich dort eine Überheblichkeit gegenüber „Normalsterblichen“ breit macht und oft veganerfreundlich gefärbte Informationen vorgetragen werden, die dann auch nicht mehr hinterfragt werden.

Schön finde ich vor allem, wenn es wieder losgeht mit „der frühe Mensch hat das und jenes gegessen und hat so und so gelebt“. Wir sind ja alle ganz große Anthropologen, Paläontologen und Ökotrophologen. Ich habe vor einigen Wochen ein Buch gelesen, das mir nicht so viel Hoffnung gemacht hat, dass die Wissenschaft irgendwas bezüglich der Ernährung des frühen Menschen mit letzter Sicherheit sagen kann („Der domestizierte Affe“, Link zum Buch) . Momentan wird davon ausgegangen, dass in der Prähistorie 65% der aufgenommenen Kalorien von Beeren, Wurzel, Nüssen usw. kamen und 35% von Fleisch, wobei Jagderfolg sehr selten war und im Buch davon ausgegangen wird, dass der frühe Mensch öfter Aas verzehrte und die Jagd eher ein prestigebehaftetes Balzverhalten war. Durch das Plus an Kalorien, die dem Mensch so konzentriert im Fleisch zur Verfügung standen und dadurch, dass er es auch endlich durch die Zubereitung mit Feuer gut verdauen konnte, konnte er ein größeres Gehirn entwickeln. Aber dennoch gab es Stämme, die viel Fleisch hatten und andere die sehr viel weniger hatten, weswegen das Bild vom ständig jagenden, ständig fleischessenden Urzeitmenschen wohl sowieso überholt ist. Es gibt aber immer wieder neue Theorien dazu und wer sagt, dass der wissenschaftliche Mainstream Recht hat. Sehr schwer zu sagen, was die verschiedenen Homo-Arten vor etwa 3 Mio Jahren getan haben und was nicht.

Hauptsache man kann mal sein Halbwissen zu irgendeiner Ernährungstheorie kundtun, die man für die absolute wissenschaftlich-anerkannte Wahrheit hält. Mir fehlt auch der große Überblick über Ernährungsgeschichte, Tierhaltung in Deutschland und auf der Welt, sowie stichhaltiges Wissen über Ackerböden oder worüber sonst noch gestritten wird, aber wer seine Informationen z.B. von dieser ominösen sowie allgegenwärtige Zentrum-der-Gesundheit Seite hat, an die ein Shop angeschlossen ist und in dessen Impressum eine Consulting AG steht und ein Typ, der Neugründungen, Konkurse und Liquidationen von Firmen durchführt…ich weiß ja nicht…(Ich hab hier ein Blogbeitrag gefunden, der diese Quelle kritisiert, meiner Meinung zurecht.)

Deswegen mein Tipp in der Überschrift (v. Dieter Nuhr). So mache ich das hoffentlich auch immer oder immer öfters.

Sehr gut belegen konnte ich heute morgen allerdings mein Brot (Hammer- Wortspiel, ich weiß)

Ganze 3 Scheiben hab ich verdrückt, davon eine mit Erdnusscreme und Bananen…mmmhhhh

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Und heute Abend war ich bei unserem türkischen Laden, der sehr leckere in Salz eingelegte Oliven hat und dazu noch meeeegaleckeres Hommus (Kichererbsenmus). Das habe ich dann erstmal leergesnackt und danach habe ich mich nicht mehr getraut eine ganze Mahlzeit zu essen, deswegen gab es noch Romana-Salat…. tja und jetzt bin ich doch wieder Brot am naschen, ganz unchallengerhaft.

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Tag 20: Das fast 30-Stunden-Brot

Das Früchtebrot aus Vegan for fit ist ja mal ein echtes Gegenkonzept zu dem 3-Minuten-Brot, das meine Mitbewohnerin gebacken hat. Ich habe etwas überstürzt die Zutaten gekauft und angefangen das Rezept zu befolgen, als ich bemerkte, dass das Brot insgesamt 17-18 Std bei 30-35 Grad gehen muss, also im Backofen. Statt den Teig wegzuschmeißen habe ich mich dann für das Backofen-Dauerbrüten entschieden. Ich bin sogar nachts für das Brot aufgestanden. Das ist das Netteste was ich jemals für ein Brot getan habe. Zum Dank schmeckt es gut und sieht schön aus. Ich habe nur Rosinen, Leinsamen, Amaranth  und Nüsse in das Brot.

Früchtebrot

Früchtebrot

Nach dem Training habe ich mich mit einem Bärenhunger auf mein Freestyle-Abendessen gestürzt. Zucchinibolognese überbacken mit Hefeflocken. Hefeflocken könnten eine echte Gratinkäse-Alternative sein, ich glaub aber, ich habe es zu dünnflüssig zubereitet und dann zu kurz gebacken. Naja, und dann habe ich noch das Foto verwackelt. Was Hunger anrichten kann…

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Hat aber geschmeckt. So und jetzt gucke ich Gandhi und falle wie ein Stein ins Bett. Immer diese Fitnessstudio-Erschöpfung.

Tag 19: Attila auf der VeggieWorld

Ich habe heute Abend mit meiner Tante telefoniert, die heute Mittag auf der VeggieWorld Messe in Wiesbaden war, wo Attila heute seinen Auftritt hatte. Natürlich war die Halle bei dem ganzen Challenger-Andrang viel zu klein, das sah man auch schon auf den Fotos auf Facebook.

Quelle: VeggieWorld Facebookseite

Ich schätze mal, das nächste Challengertreffen findet im Berliner Olympiastadion statt und ne Papststelle soll ja auch  schon wieder frei sein, hab ich gehört.

Bei dem Andrang und dieser Begeisterung hätte ich damit gerechnet, dass sich hier spontan die Church of Seitan neugründet und eigentlich finde ich ja solche Trends und Bewegungen immer auch ein bisschen gruselig, aber hier hab ich mal keine Einwände. Was könnte es besseres geben, als dass es Mainstream wird, sich besser zu ernähren, selbst wenn nicht jeder Veganer wird.

Mir wurde berichtet, dass Attila vorhat, auch wieder mehr den ethischen Aspekt der Ernährung einzubringen. Zum Schluss gab es aber auch eine Vorstellung der ersten Challenger  und ihrer Abnahmen; darunter ein Mann, der mit Vegan for fit 36kg abgenommen hatte. Ist ja auch keine schlechte Werbung.

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Mein Frühstück war in seiner „Bauphase“ heute erst einmal eine Challenge für den Stabmixer: Nüsse, Haferflocken, Amaranth, Leinsamen, Matcha, gefrorene Heidelbeeren….

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Aber hey! Das alte Rossmann-Ding kriegt den Firestarter vorbildlich hin.

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Von dem Teil hatte ich zwei Gläser und war amtlich satt.

Die zweite Mahlzeit war der Feldsalat mit Avocado-Birnen Dresssing. Wieder so ein Ding wo ich am Zweifeln war, ob das schmecken kann.

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Aber in Zimt süß-sauer angebratene Paprika und die mit Curcuma karamelisierten Mandeln haben mich doch wieder überzeugt. Sehr sehr lecker. Ich hab mir gleich die Portion für 2 Personen gemacht, weil ich ein echter Salatfresser bin.

Ich könnte immer so weiter essen. Heute ging es sogar meinem Darm etwas besser als die Tage zuvor. Deswegen gibts heute bestimmt noch einen Mitternachtssnack, natürlich höchstens nur zwei drei Nüsschen, ich will mir ja nicht die Challenge versauen.

in the midnight hour she cried moor mor mor funny road sign