Tag 27 und 28 – Ich schmeiß alles hin und werd Kräuterhexe

Ich bin zurück aus meiner Tiefenentspannung! Ein Schwebebad im Salzwasser kann ich jedem empfehlen, der zu viel Geld hat oder sich gerne schöne Geschenke machen lässt (ratet mal zu welcher Kategorie ich gehöre). In Berlin kann man eine Stunde für 85 Euro zu zweit im 6m²-Becken rumhängen. Der Salzgehalt des Wasser entspricht dem des toten Meeres, zusätzlich gleicht die Wassertemperatur der Lufttemperatur und wenn man dann so wie ein Stück Treibholz auf dem Wasser liegt, fühlt man sich, als würde man in einer ISS-Raumkugel durchs Weltall schweben. Das ist so ein gutes Gefühl, besonders wenn man dabei meditieren kann, was ich immer tue. Ich habe eine von Psychologen entwickelte akademische Meditation gelernt *klick* Für solche Sachen bin ich mir dann auch nicht zu fein, Werbung zu machen! Entspannt euch, los! Mwahahaha!

Zu dem gestrigen Tag: Ich habe die übrig gebliebenen Tofu-Burger aus dem Rezept verarbeitet und habe die Soßen aus Attilas Original-Rezept, die ich ja nicht so lecker fand, komplett durch Senf und Ketchup aus meinem neuen Ketchup-Rezept ersetzt, welches ich mir aus diversen Chefkoch.de-Rezepten zusammengebastelt und für gut befunden habe.

Burger Vol. 2

Tofu-Burger mit Senf, zuckerfreiem DIY-Ketchup und Alfalfa-Sprossen

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Ketchup à la Vayonnaise

(so gut, dass ich überlege mich in Vetchup umzubenennen)

Ich habe alles nach Augenmaß und Geschmack gemacht, aber für 4 Brötchen nimmt man etwa:

4 große, dicke, schwere EL Tomatenmark
1 EL Balsamico
1/2 EL Öl
1/2 TL Currygewürz
1/2 TL Paprika edelsüß
Oregano, Salz, Pfeffer und
Reissirup/bzw Agavendicksaft, je nach Geschmack.
 
….gut vermischen! Fertig ist die günstige, schnelle und industriezucker- und süßstoffbefreite Alternative!
 

Dass ich nie auf diese Idee gekommen bin, wenn mal wieder kein Ketchup im Haus war. Wie manche Leute denken, dass Fleisch im Supermarkt wächst, dachte auch ich, dass es Ketchup nur in Flaschen gibt. Stupid me.

Heute, an Tag 28 der Challenge, gab es ein schnelles rauhes Müsli-Frühstück um 9 Uhr und später eine Lasagne in der die Nudelplatten durch Zucchini ersetzt wurden und das Pferdefleisch mit Tofu. Das Rezept ist so einfach, damit kann man sich gar nicht vergaloppieren. Höhö.

Zucchini-Bolognese-Lasagne

Zucchini-Bolognese-Lasagne in der Herstellung

Safran, das Luxus-Gewürz

Ich habe mich, als ich gestern trotz Tiefenentspannung nicht schlafen konnte, nochmal über Safran kundig gemacht, weil ich rausfinden wollte, warum mein Safran nicht gelb war.

Jetzt bin ich kurz davor mir ein Kräuterlexikon auf dem Trödel zu suchen und Kräuterhexe zu werden. Kräuter sind der Wahnsinn. Man kann sich mit Nelken gegen Zahnschmerzen betäuben, weil der Wirkstoff, der beim Zerkauen austritt ähnlich wie die Betäubung beim Zahnarzt wirkt. Jetzt weiß ich auch warum ich immer auf einer Nelke kauen musste, wenn ich bei meiner Oma Zahnschmerzen hatte. Von Muskatnuss in Mengen, die zwar in Rezepten unüblich, aber durchaus im Haushalt vorrätig sind, kann man sich ins Regenbogenland befördern lassen. Und Safran ist ein Gewürz, dass ab 10 Gramm abortive, also schwangerschaftsabbrechende Wirkung hat,  und in Dosen ab 20 Gramm schon tödlich wirkt. Dazu sei gesagt, dass man sicherlich auch billiger töten kann; normaler persischer Safran kostet im Supermarkt 20-30 Euro pro Gramm.

Safran ist das teuerste Gewürz der Welt, was in der Herstellung bedingt ist. Es kann nur ein mal pro Jahr im Herbst geerntet werden und zwar in Handarbeit. Keine Maschine könnte die filigranen roten Stempel aus den Blüten der Krokuspflanze (crocus sativus) abernten.

Jetzt weiß ich auch warum meine Safranfäden rot sind. Ich bin bestimmt schon bald auf der Suche nach Safran-Quinoa-Rezepten. Wer eins kennt, her damit!

Jetzt ist der Besuch weg und ich könnte schon wieder floaten gehen, so entspannungsbedürftig bin ich.